Kachelofen 1x1

Brennstoff Holz

Gutes und schlechtes Holz

Wenn Sie Ihren Kachelofen optimal betreiben wollen, ist der Brennstoff Holz von allergrößter Bedeutung. Falsch gelagertes Holz kann bei der Verbrennung in Kachelöfen Schwierigkeiten bereiten. Probleme von denen Sie selbst direkt betroffen sind - denn schlechtes Holz ergibt bei der Verbrennung wenig Leistung, verrußt die Scheibe übermäßig oder verlegt die an den Feuerraum angeschlossenen keramischen Züge.

Ganz entscheidend ist der Wassergehalt im Holz: Je mehr Wasser im Holz enthalten ist, desto geringer ist sein Heizwert, da das Wasser im Verlauf des Verbrennungsvorganges verdampft und dabei Wärme verbraucht wird.

Holzarten & Heizwert

Die einzelnen Holzarten wie z.B. Rotbuche, Tanne, Fichte oder Eiche sind alle gleich gut als Brennholz für den Kachelofen geeignet. Wenn man jedoch die einzelnen Volumina vergleicht, gibt es beträchtliche Unterschiede.
Zum Beispiel benötigt man, um den selben Heizwert wie 1 Raummeter Rotbuche zu erzielen, 1,25 Raummeter Fichtenholz. Wird Holz nach dem Gewicht gekauft, ist zu berücksichtigen, dass der Heizwert des Brennstoffes vom Wassergehalt abhängt. Wer Holz kauft, kann dies in verschiedenen Maßeinheiten tun. Sie haben die Auswahl zwischen Raummeter (RM), Festmeter (FM) oder auch Schüttraummeter (SRM). Der Heizwert, lässt sich auch folgendermaßen ausdrücken: 1000 lt Heizöl können durch ca. 5-6 Raummeter Buche, Eiche, Birke, oder 7 - 8 Raummeter Fichte, Kiefer oder Tanne ersetzt werden. Das heißt als Ersatz für 1 kg Heizöl EL werden ca. 3 kg Holz benötigt.

Auf den Wirkungsgrad kommt es an, auch beim Kachelofen!

Da bei der Verbrennung von Holz in relativ kurzer Zeit große Energiemengen frei werden, ist es nötig, diese Energie möglichst gut zu nutzen bzw. zu speichern. Im Kachelofen erfolgt dies in der Regel durch Materialien (wie z.B. Schamott), die Wärme schnell aufnehmen, speichern und zeitversetzt wieder an den Raum abgeben können. Auch Wasserwärmetauscher oder Luftwärmetauscher können für diesen Prozess genutzt werden. Das Verhältnis der aus der Verbrennung genutzten Energie zur aufgewendeten Energie (aus der Brennstoffmenge, die Sie in Ihrem Kachelofen einfeuern) nennt man den Wirkungsgrad. Dieser Wirkungsgrad und die bei der Verbrennung freiwerdenden Emissionen sind gesetzlich geregelt!

Wirkungsgrad und Emission von Kachelöfen sind gesetzlich geregelt

Im Laufe des Jahres 2001 trat in allen Bundesländern - in einigen Bundesländern war es bereits Landesgesetz - die §15a BVG "Vereinbarung über Schutzmaßnahmen betreffend Kleinfeuerungen und Einsparung von Energie" in Kraft. Dieses Gesetz regelt neben der Inverkehrbringung auch die Emissionen und den Wirkungsgrad von Kleinfeuerungsanlagen bis zu einer Brennstoffwärmeleistung von 350 kW. Für die Praxis bedeutet dies, dass jeder Kachelofen einen Wirkungsgrad von mindestens 78% aufweisen muss und die Emissionsgrenzwerte des §15a eingehalten werden müssen. Der Konsument kann dies anhand eines Typenschildes, welches sich sowohl bei Heizeinsätzen und Heizkaminen als auch bei vor Ort gesetzten Brennräumen, am Kachelofen befindet, kontrollieren.

Holz hat ökologische und volkswirtschaftliche Bedeutung

Österreich ist im Besitz von beachtlichen Energiequellen, die täglich in den heimischen Wäldern nachwachsen. Nutzen wir doch diese saubere heimische Energiequelle in den modernen Kachelöfen, die den Brennstoff Holz ökologisch und ökonomisch nutzen. Beim Einsatz des heimischen Brennstoffes tragen wir unmittelbar zur Existenzsicherung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bei. Holz hat als Brennstoff eine volkswirtschaftliche Bedeutung, denn Holz ist C02-neutral - das heißt, wenn Holz im Wald verrottet entsteht Kohlendioxyd, das an die Luft abgegeben wird. Die gleiche Menge Kohlendioxid wird freigesetzt, wenn das Holz richtig verbrannt wird. Dieses bei der Verrottung oder Verbrennung entstehende Kohlendioxid entspricht jener Menge, die Bäume wiederum für ihr Wachstum benötigten.

Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen haben Holz, Holzbriketts oder Holzpellets den entscheidenden Vorteil der CO2-Neutralität. Speziell unter Berücksichtigung der vorgelagerten Prozesse bei fossilen Brennstoffen (Förderung, Lagerung, Transport) und den sehr kurzen Transportwegen bei Biomasse ergibt sich daher ein deutlicher Vorteil zugunsten der biogenen Brennstoffe.